Posts mit dem Label citations werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label citations werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. Januar 2011

hört hört

«Deutsche haben einen schlechten Geschmack – Schweizer gar keinen» (Yvan Rodic)

Yvan Rodic, Stilikone unter den Stilbloggern dieser Welt (http://facehunter.blogspot.com/), hält nichts vom Schweizer Sinn für Mode. Sogar die Deutschen sind ihm da noch lieber. Mehr dazu hier.
Man beachte, dass Yvan Rodic selbst Schweizer ist. Beweisen wir ihm doch mal das Gegenteil!!
In diesem Sinne wünsche ich uns allen weiterhin viel Mut und Inspiration.

Samstag, 11. Dezember 2010

Wahrheit in Worte getragen –


"Weltenweiter Wandrer, 
walle fort in Ruh.......... 
Also kennt kein andrer 
Menschenleid wie - du. 

Wenn mit lichtem Leuchten 
du beginnst den Lauf, 
schlägt der Schmerz die feuchten 
Augen zu dir auf. 

Drinnen liegt - als riefen 
sie dir zu: versteh! - 
tief in ihren Tiefen 
eine Welt von Weh......... 

Tausend Tränen reden 
ewig ungestillt, - - 
und in einer jeden 
spiegelt sich dein Bild." 

Rilke, Nachtgedanken

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Herta Müller – Nobelpreis für Literatur



"Waren Heimfahren und Hierbleiben überhaupt noch Gegensätze. 
Wahrscheinlich wollte ich beidem gewachsen sein, wenn es so kommt. 
Wahrscheinlich wollte ich von nun an das Leben von hier, das Leben überhaupt, nicht länger abhängig machen vom Wunsch, täglich nach Hause zu wollen und es nie zu können. 
Je mehr ich nach Hause wollte, 
umso mehr versuchte ich, es nicht so stark zu wollen, dass es mich kaputtmacht, 
wenn ich es niemals darf. 
Den Wunsch nach Heimkehr wurde man nicht los, um aber außer ihm noch etwas anderes zu haben, sagte ich mir, wenn sie uns für immer hierbehalten, 
so ist es doch mein Leben."

Aus: Die Atemschaukel, 2009

Dienstag, 30. November 2010

In der Masse

Nabil El Makhloufi, Menschenmenge 2

"Das Wendbare, das leichthin Wandelbare, 
das schnöde zu Erwerbende, 
das schmerzlos zu Verlierende, 
schmerzlos Aufzugebende, 
die billige, die vertauschbare Ware 
wird allen alles sein."

Ernst Weiß, "Der Mythos und das Unabwendbare"

Sonntag, 21. November 2010

Max Frisch



"Man gibt Zeichen von sich, um zu erfahren, 
ob wir einander verstehen. 
Man ruft aus Angst, allein zu sein im Dschungel der Unsagbarkeit. 
Man hat Durst nicht nach Ehre, aber nach Partnerschaft. 
Man gibt sich preis, um einen Anfang zu machen."

Aus: Das Magazin, N° 46 - 2010

Donnerstag, 4. November 2010

Monet – Japanischer Garten

"Lange stand ich vor der schmalen Holzbrücke,
die sich mit ihrem sanften Bogen spiegelte.
Es war eine Brücke zum Hin- und Hergehen,
hinüber und herüber.
Einfach so, des Gehens wegen und der Spiegelung.

Die Trauer ist ein Gang hinüber und herüber.
Hinüber, dorthin, wohin der andere ging.
Und zurück, dorthin, wo man mit ihm war all die Jahre des gemeinsamen
Lebens.

Und dieses Hin- und Hergehen ist wichtig.
Denn da ist etwas abgerissen.
Die Erinnerung fügt es zusammen, immer wieder.
Da ist etwas verloren gegangen.
Die Erinnerung sucht es auf und findet es.

Da ist etwas von einem selbst weggegangen.
Man braucht es.
Man geht ihm nach.
Man muss es wiedergewinnen,
wenn man leben will.

Man muss das Land der Vergangenheit erwandern,
hin und her,
bis der Gang über die Brücke auf einen neuen Weg führt."

Jürg Zink

Sonntag, 3. Oktober 2010

Erinnerung

Und du wartest, erwartest das Eine, 
das dein Leben unendlich vermehrt; 
das Mächtige, Ungemeine, 
das Erwachen der Steine, 
Tiefen, dir zugekehrt. 
Es dämmern im Bücherständer 
die Bände in Gold und Braun; 
und du denkst an durchfahrene Länder, 
an Bilder, an die Gewänder 
wiederverlorener Fraun. 
Und da weißt du auf einmal: das war es. 
Du erhebst dich, und vor dir steht 
eines vergangenen Jahres 
Angst und Gestalt und Gebet.

Rilke

Samstag, 25. September 2010

Der Einsame

Verhaßt ist mir das Folgen und das Führen.
Gehorchen? Nein! Und aber nein - Regieren!
Wer sich nicht schrecklich ist, macht niemand Schrecken:
Und nur wer Schrecken macht, kann andre führen.
Verhaßt ist mirs schon, selber mich zu führen! 
Ich liebe es, gleich Wald- und Meerestieren,
mich für ein gutes Weilchen zu verlieren,
in holder Irrnis grüblerisch zu hocken,
von ferne her mich endlich heimzulocken,
mich selber zu mir selber - zu verführen.

Nietzsche 
dedicated to my father

Dienstag, 21. September 2010

Sonntag, 19. September 2010

"Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr." 
 Jean Paul

Donnerstag, 19. August 2010

"Mode bleibt Mode, bis sie den Leuten zum Halse heraushängt" (Karl Lagerfeld).

Mittwoch, 18. August 2010

"Die Mode ist vielleicht
keine Waffe der Frau,
aber sie liefert ihr
wenigstens die Munition"
(Brigitte Bardot)

Montag, 16. August 2010

"Whoever said
money can't buy happiness
simply didn't know
where to go shopping"

Sonntag, 15. August 2010

Poetischer Ausklang



Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge 
und keine Heimat haben in der Zeit. 
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.
Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste Stunde steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.


Rilke, Frühe Gedichte